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Augsburger Allgemeine, 27.05.2003

Festliche Klassik mit Händels Messias

"Melodissimo" beim Kirchenkonzert in Stadtbergen

Stadtbergen (juba)

Festliche Musik aus dem Barock, der Klassik und der Romatik - das stand auf dem Programm des Ensembles "Melodissimo" in der Stadtberger Friedenskirche. Das Repertoire reichte von Stücken von Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn über Werke von Mendelssohn und Opernarien.

Melodissimo - ein Ensemble mit ungewöhnlicher Besetzung: Neben einem Geiger (Bernhard Büsch), einem Cellisten (Prof. Wolfgang Lehner) und einer Flötistin (Margot Obeser) gehört auch ein Akkordeonist (Ralf Peters) zu dem Ensemble. Außer den beiden Opernsängerinnen und Sopranistinnen (Michaela Gumpp und Elisabeth Wörmann) sang Lori Liebelt (Alt) bei dem Konzert in Stadtbergen mit. Triumphierend und jubilierend präsentierte sich gleich das erste Stück: Haydns "Die Himmel erzählen" aus dem Oratorium "Die Schöpfung".

Das Allegretto aus den "Wiener Trios" wurde von den Musikern (ohne Akkordeon ) gespielt. Dunkle Cello-Klänge kontrastierten mit den Geigen- und Flötenpassagen. Das "Largo" aus der G-Dur-Sonate von Luigi Boccherini wurde von Cello und Akkordeon gespielt. Cellist Prof. Wolfgang Lehner spielte dabei mit einem Bogen des italienischen Komponisten Luigi Boccherini, wie er berichtete. "Das hört sich natürlich viel zärtlicher an", so Lehner. Der Wechsel von schnellen Cello-Passagen mit langsamen, zarten Klängen ergab dann vor den langsamen und traurigen Tönen des Akkordeons einen harmonischen und ungewöhnlichen Zusammenklang. Virtuos und mit tänzerischer Leichtigkeit spielte Margot Obeser von Bach das Menuett und "Badinierie" aus der Suite in h-Moll. Besonders bei letzterem bestachen die klaren und sehr schnellen Flötentöne.

Von Cello-Klängen unterstützt

"Selig sind, die Verfolgung leiden" aus der Oper "Der Evangelimann" wurde von Michaela Gumpp und Elisabeth Wörmann gesungen. Beginnend mit tragischen Anklängen steigerten die Sängerinnen mit klarem und harmonischem Zusammenklang das Stück eindrucksvoll und kraftvoll. Michaela Gumpp bestach auch mit dem "Alleluja" (aus einer Motette von Mozart). Helle Flötenpassagen unterstützten den klaren und schnellen, trillernden Gesang.

Beeindruckend war Elisabeth Wörmann mit dem "Ave Maria" von Giulio Caccini. Zugleich zart und kräftig trug sie das gefühlvolle Stück, unterstützt von dunklen Cello-Klängen und Akkkordeon-Harmonien, ausdrucksstark vor. Altistin Lori Liebelt sang aus Händels Oper "Athalia" "Oh Lord, whom we adore". Fast sonore Klänge unterstrichen den traurigen Charakter des Stückes, wurden durch zart-bewegte, sich immer wieder zurückziehende Streicherklänge, hervorgehoben. Mit Klangfülle beeindrucken konnten die drei Sängerinnen schließlich mit dem "Halleluja" aus dem Oratorium von Händels "Der Messias". Das bekannte Werk bestach die klaren Stimmen, gekoppelt mit den sich aufbauschenden imposanten Klängen der Musikinstrumente.